Mit Sprache und Denken Wünsche erfüllen – ist das möglich?

Geschrieben von am 22. Oktober 2012 | Abgelegt unter Coaching, Grenzwissenschaft, Hanspeter Eberle, Hypnose, Kommunikation, Medizin, Mentaltraining, Psychologie

Glaubenssätze sind gemeinhin das, was Du glaubst – Deine Sicht der Welt.
Manchmal triggern Sie Handlungen, die völlig irreal und für den Betreffenden kontraproduktiv sind.
Die gute Nachricht: Du selbst hast es in der Hand, hier Abhilfe zu schaffen und das Leben nach Deinem Gusto zu gestalten.

Oft sind Dir Glaubenssätze, die Du unbewusst lebst, von irgendjemandem „von hinten durch die Brust ins Auge“ klammheimlich installiert worden.
Dabei steckt meistens keine Absicht des „Installateurs“ weil der einfach seine Sicht der Welt weitergibt.
Besonders empfänglich sind Kinder weil Sie wie Schwämme alles Neue aufsaugen.
So haben Papi, Mami, der Pfarrer, der Lehrer und viele andere freie Bahn. Manche Menschen nennen die Prozesse, die sie anwenden ganz einfach Erziehung.
Und je nachdem, was aus dieser Erziehung und anderen Kindheitserfahrungen im Stillen wühlt, lebst Du als Erwachsener, ehe Du Dich versiehst, eine irreale Wirklichkeit.

Pawlow lässt grüssen

Vieles wird im täglichen Leben über Konditionierung installiert. Was der St. Petersburger Forscher Iwan Petrowitsch Pawlow mit seinen Hunden herausgetüftelt hat, funktioniert auch bei Menschen ausgezeichnet. Mit einem lose hingeworfenen Satz, der Aussage einer (angeblichen) Autorität oder eines (angeblichen) Experten oder weil Grundbedürfnisse wie Liebe oder Gruppenzugehörigkeit als Manipulationsinstrumente missbraucht werden.
Machen wir dazu einen kleinen Exkurs in meine Praxis.
Klientinnen und Klienten, die zu mir zum Hypno-Coaching kommen, füllen üblicherweise vorher einen mehrseitigen Fragebogen aus, der Licht ins Dunkel bringt. Manche geben als Feedback, dass schon das Ausfüllen therapeutische Wirkung habe.
Die zentrale Frage in diesem Dokument lautet: „Was willst Du mit den kommenden Sitzungen erreichen?“

Automatisches Schreiben hautnah erlebt

Ein solcher ausgefüllter Bogen hat den Weg zu mir zurück gefunden. Von einer Person, die nach mehreren Operationen ständig unter Schmerzen leidet.
Das zentrale Anliegen ist kurz und bündig formuliert: „Ich will meine chronischen Schmerzen so weit wie möglich so in den Griff bekommen, dass die Verwendung von Medikamenten auf ein Minimum reduziert werden kann“.
Ein gut formuliertes Ziel – zumindest auf den ersten Blick.

Es gibt in der Hypnose eine Technik, die nennt sich ideomotorisches oder automatisches Schreiben. Dabei versetzt sich der Schreiber in eine Trance und lässt das, was aus ihm heraussprudelt, über „automatische“ Handführung durch das Unterbewusstsein direkt in seinen Bleistift fliessen.
Das können Antworten auf vorher gestellte Fragen sein oder einfach frei sprudelnde literarische Ergüsse.

Häufig beschreiben Klientinnen und Klienten, dass sie beim Ausfüllen des Fragebogens durch das Wiedererleben von Erinnerungen automatisch in „wie in eine andere Welt“ gehen. Das ist doch mal eine richtig schöne Beschreibung für den Trance-Zustand.
Was dann an Formulierungen gewählt wird, entspringt einer tieferen Ebene und wirft Licht auf das, was der Schreiber glaubt.
Genau so erleben das die meisten Klientinnen und Klienten, die den Fragebogen ausfüllen.

Hinter die Dinge sehen

Blättern wir zurück zur Aussage meiner Klienten-Person.
„Ich will meine chronischen Schmerzen so weit wie möglich so in den Griff bekommen, dass die Verwendung von Medikamenten auf ein Minimum reduziert werden kann“ steht als Antwort auf dem Bogen.

Im folgenden Gespräch ist der Person bewusst geworden, dass dieser Wunsch alles andere ist als das, was sie wirklich will. Nämlich ein Leben in bester Gesundheit in dem sich jede Bewegung ganz angenehm anfühlt. Und selbstverständlich am liebsten ohne Medikamente.
Sie hat ebenfalls erfahren, dass ihr Unterbewusstsein diese Formulierung auf Grund einer Aussage des behandelnden Arztes („damit werden Sie leben müssen“) als Glaubenssatz integriert hat.

Nun folgt die Energie ja den Gedanken was zur Konsequenz hat, dass genau das eintreten wird, was nicht gewünscht wird. Weil eben die Begriffe „chronische Schmerzen“ und „Medikamente“ ständig gepowert werden.
Also hat die Person mal das formuliert, was sie wirklich haben will.
„Künftig lebe ich bei noch besserer Gesundheit, jede Bewegung meiner Gelenke fühlt sich richtig gut und ich mit jeder Medikation, die ich weglasse, verstärkt sich mein Wohlbefinden.“

Diese konsequente Änderung des Denkens hat dazu geführt, dass nach ein paar stützenden Sitzungen (Akupunktur Massage) die Person heute nahezu beschwerdefrei ist.

Das kannst Du spielend auch

Natürlich lasse ich Dich nicht mit der Theorie im Regen stehen, sondern hole Dich ins Trockene. Mach doch einfach mal diese kleine Übung:

1. Schreibe fünf Dinge auf, die Du in Deinem leben NICHT mehr haben willst
2. Schreibe nun zu jedem Ding das, was Du stattdessen wirklich haben willst
3. Verinnerliche das und schau, was passiert

Und in Zukunft kannst Du das mit allem machen, was Du verändern willst. Noch ein paar Beispiele gefällig?

„Ich will nicht mehr krank sein“ – „Ich will gesund sein“
„Ich will nicht mehr arm sein“ – „Mehr Reichtum auf allen Ebenen sprudelt zu mir“
„Ich will nicht mehr rauchen“ – „Ich atme stets die bestmögliche Luftqualität“

Viel Erfolg beim Herausfinden Deiner wirklichen Wünsche.

 

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