Lang Lang oder Helene Fischer? Das Unterbewusstsein sagt die Wahrheit!

Geschrieben von am 24. Januar 2015 | Abgelegt unter Coaching, Hanspeter Eberle, Hypnose, Kommunikation, Mentaltraining, Psychologie, Wissenschaft

Vor Kurzem hatte ich das Vergnügen, den Neuropsychologen Prof. Dr. Lutz Jäncke von der Uni Zürich kennenzulernen. Der Professor zeigte in seinem Vortrag auf, wie unser Gehirn mit Lust und Frust umgeht, dass wir Lust und Frust steuern können und auch dass das, was wir glauben, oft nicht die Realität ist.

In meinem Bekanntenkreis habe ich einige Fans klassischer Musik. Und zwar nicht einfach nur Fans, sondern – wie der Sohn eines meiner Freunde sagt – Hardcore-Klassikfuzzies.
Frage ich einige dieser Zeitgenossen, was sie von Andrea Berg, Beatrice Egli oder Helene Fischer halten, so verzieht sich ihr Gesicht und es kommen Kommentare, von denen „Schlagerheulsusen“ noch die schmeichelhaftesten sind.
Dasselbe hätten die auch bei Udo Jürgens gesagt. Doch weil der vor kurzem in eine andere Welt abgereist ist, fällt das Urteil mittlerweile etwas milder aus.

Licht ins Gehirn bringen

Nun haben die Zürcher Neuropsychologen nachgeforscht, was denn beim Musikhören im Gehirn verschiedener Musikfans abgeht.
Dazu haben sich die Forscher nebst den üblichen Hirnarealen, die mit Musik zu tun haben, explizit auch auf die Lust- und Belohnungszentren fokussiert.
Um die zu kalibrieren, haben Frauen irgendwelche Clips mit George Clooney und Co und Männer die entsprechenden Pendants weiblicher Natur gezeigt bekommen, während ihr Gehirn in einem Tomographen durchleuchtet worden ist.
Nachdem nun geklärt war, wo sich was abspielt, wenn Inbrunst und Lust da sind, gings ans Eingemachte.

Gehirn sagt die Wahrheit auch wenn Du lügst

Im nächsten Schritt wurden nun Leute in den Tomographen gesteckt, für die klassische Musik der Himmel und Helene Fischer die Hölle ist. Sie durften sich Musik ihrer Lieblingskomponisten anhören, während wiederum akribisch aufgezeichnet wurde, wo im Gehirn Reaktionen stattfinden.
Beim grössten Teil der Probanden zeigten sich moderate Reaktionen im Lustzentrum und auch in den musikalischen Zentren.
Körperliche Reaktionen waren von den extra dafür angebrachten Kameras so gut wie keine verzeichnet worden.
Und jetzt kommt der Hammer: Die Versuchs-Klassikfans bekamen Helene Fischers Hit „Atemlos“ vorgespielt.
Dabei rastete der Tomograph fast aus, weil alle Zentren und ganz besonders das Lustzentrum super stimuliert waren und die Kameras zeichneten auf, dass die Musikhörer die Füsse im Rhythmus des Schlagers bewegten.

Tragen wir Gefälligkeits-Masken?

Was also verursacht diese Reaktion? Zu einem Teil das Unterbewusstsein, das seinem Herrn oder seiner Herrin die Maske vom Gesicht reisst und sie so für einen kurzen Moment das leben lässt, was richtig Spass und Freude macht.
Die Maske, die dabei fällt, sorgt dafür dass Du von Deinem Umfeld als das wahrgenommen wirst von dem Du annimmst, dass es Deine beste Seite nach aussen ist. Andere zeigen Dir auch eine solche Maske. Und obwohl im tiefen Inneren (das kann Dein Bauch sein, weil Du ja auch ab und zu mal was „aus dem Bauch heraus“ machst) ein Fan lockerer Musik schlummert, ist es nicht konform das zu zeigen. Weil Du der Überzeugung bist, dass Dich sowas in den Augen Deines Umfeldes abwerten würde – was ein ausgewachsener Glaubenssatz ist, der keiner Wirklichkeit entspricht.
Du würdest Dich wundern, wer noch alles bei Beatrice, Andrea oder Helene mitschunkelt, wenn nur mal einer den Anfang macht. Warum sonst haben Fernsehsendungen wie „Musikantenstadel“ seit Jahren Mega-Einschaltquoten?

Helene Fischer ist nur die Spitze des Eisbergs

Was die Zürcher Forscher mit dem harmlosen Musikexperiment zeigen, findet seine Entsprechung in vielen anderen Bereichen des Lebens. Bei Dingen zum Beispiel, die Du tun willst und dann doch nicht tust – so nach dem Motto: „Ich schaffe das eh nicht und noch keiner meiner Freunde oder meiner Familie hat es geschafft“.
Doch genau solche Überzeugungen lassen sich umpolen. Du musst sie finden und Dir klar werden, was das, was Du glaubst, mit Dir macht. Einmal erkannt, kannst Du solche Glaubenssätze verändern.

Und wenn Du dabei Unterstützung brauchst, dann sieh Dich doch einfach mal auf meiner Webseite um. Das kann Dein erster Schritt zur Lösung sein.

So Du etwas Musse hast, und Dir gerne mal etwas von Professor Jäncke zu Gemüte führen willst, dann klicke auf den Link „Ihr Hirn kann mehr als Sie denken“ und lass Dir vom Professor 20 Minuten lang einfach mal etwas Wissenschaft ganz locker in Dein Hirn hineingiessen.

 

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