Wer arbeitet eigentlich in der Hypnose?

Geschrieben von am 9. März 2016 | Abgelegt unter Coaching, Hypnose, Medizin, Mentaltraining, Psychologie, Systemische Arbeit

Immer wieder geistert die Meinung herum, ein Hypnotiseur blicke dem Klienten tief in die Augen, worauf der blitzschnell in die Hypnose geht. Später, wenn er wieder aus der Hypnose kommt, könne er sich an nichts erinnern, dafür seien seine Probleme gelöst.
Schön wärs, doch ganz so einfach geht es dann doch nicht. Denn Eigenarbeit der Klienten ist gefragt.

Hypnotiseure, wie auch ich einer bin, sind Helfer oder Begleiter der Klienten. Nicht mehr und auch nicht weniger. Denn jeder Mensch kann nur selber seine Bremsen lösen und sein Leben optimieren. Niemand, wirklich niemand kann ihm das abnehmen.

Am Anfang ist die Absicht

Bevor Du Dir überlegst, wie Du etwas in Deinem Leben verändern willst, musst Du erst einmal wissen, wo die Reise hingehen soll. Mal angenommen, Du willst abnehmen. Setz Dich hin, nimm ein Blatt und schreibe alle Gründe auf, weshalb Du abnehmen willst. Schreibe oder male auf, wie Du aussehen willst. Bis ins Detail. Du kannst auch ein Foto von früher dazukleben.
Während Du das machst wirst Du spüren, dass es dich zum Ziel zieht. Oder Du wirst einen inneren Widerstand gegen die Veränderungen wahrnehmen. Also mach weiter mit Deinem Blatt. Solange, bis Du genau und im Detail weisst, was Du willst. Das ist Deine Absicht.

Helfer finden

Im nächsten Schritt überlegst Du Dir, wer Dir helfen kann, Dein Ziel effizient zu erreichen. Das kann eine Ernährungsberaterin sein, von der Du Dich coachen lässt. Die gibt Dir Tipps oder erstellt einen Ernährungsplan für Dich und steht Dir zur Verfügung, wenn Du an Grenzen stösst.
Und das wars. Alles andere musst Du selber machen. Einkaufen, Kochen, Fitten – das ist Deine Action.

Hypnose sprengt Deine Grenzen

Was, wenn Du nach ein paar Tagen das Handtuch wirfst? Oder den Start Deiner Veränderung dauernd auf morgen verlegst? Dann rennst Du möglicherweise vergeblich gegen eine innere Blockade an. Und es macht Sinn, wenn Du die Hypnose dazu nutzt, um das Zeugs wegzuräumen, das Dir im Weg steht.
Glaub nur nicht, das würde der Hypnose-Therapeut für Dich tun. Kann er gar nicht. Er kann Dich ja nicht einmal hypnotisieren. Denn auch das musst Du selber machen.
Das fängt schon da an, wenn der Hypnotiseur Dir die Anweisung gibt: „Schliess Deine Augen!“. Ja wer muss die Augen schliessen? Richtig – Du selber. Ich kann das nicht für Dich tun, und auch kein anderer.
Was ich als Hypnotiseur (oder sonst ein guter Berufsmann oder eine gute Berufsfrau) hingegen gut kann – das ist ja mein Job – ist, Dich in Situationen in Deine Vergangenheit zu führen. In Situationen, in denen Du die Hindernisse aufgebaut hast. Dort bringen wir gemeinsam Licht ins Dunkel und Du löst Deine Probleme mit behutsamer Anleitung selber.
Das nimmt grad noch einem Ammenmärchen den Wind aus den Segeln: Du schläfst dabei nicht. Denn wenn Du wegtreten würdest, könntest Du ja Deine Veränderungen nicht anschieben. Und darum erinnerst Du Dich an alles, was in der Hypnose passiert ist. Weil das so ist, kannst Du selber auch in Trance jederzeit die Notbremse ziehen, falls Du das für zweckdienlich empfindest.
Wenn Du also ein Thema oder mehrere hast, frag einen Hypnotiseur Deines Vertrauens. Ein guter Coach und Therapeut, der mit Hypnose arbeitet hilft Dir auch dabei, Deine Absicht klar zu formulieren.

Hypnose ist ein ganz natürlicher Zustand, in den Du jeden Tah ein paar Mal rein und raus gehst.

Lies hier mehr darüber und machs einfach. Das Ziel wird Dein Lohn sein.

 

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