Bewusstseinsfelder hypnotisieren – geht das?

Geschrieben von am 17. Oktober 2011 | Abgelegt unter Coaching, Esoterik, Grenzwissenschaft, Kultur, Medizin, Mentaltraining, Psychologie


Bewusstseinsfelder an sich sind nicht hypnotisierbar. Das ist der eine Teil der Wahrheit. Der andere Teil ist der wesentlich wichtigere Aspekt: Bewusstseinsfelder lassen sich durch eine Hypnose ihres „Besitzers“ ausgezeichnet beeinflussen.
Damit das funktioniert, müssen verschiedene Ebenen aufgedröselt werden. Dafür eignen sich einesteils Zeitreisen auf der mentalen Ebene und andernteils sind meist auch Veränderungen auf der realen Verhaltensebene angesagt.
Oftmals kannst Du Dein reales Verhalten erst dann verändern, wenn Du ein paar Altlasten losgeworden bist. Denn die haben dazu geführt, dass Du Dinge so tust, wie Du sie jetzt tust.

Heute morgen ruft mich eine Dame an. Sie fragt mich, ob ich sie mal eben hypnotisieren könne – sie müsse unbedingt abnehmen. Und sie hätte gelesen, dass das mit ein paar Hypnosesitzungen ganz einfach funktioniert.
Das Gespräch hat dann etwas länger gedauert und sie hat soviel von sich preisgegeben, dass ich ihr erklären kann, dass da mehrere Dinge auf verschiedenen Ebenen ineinander verschachtelt sind. Weil dem so ist, müssten wir ihr Thema von verschiedenen Seiten her angehen.

Hierarchie der Bewusstseinsfelder verbindet Alles mit Allem

Unser individuelles Bewusstseinsfeld ist eingebettet in das Feld der Herkunftsfamilie. Über das Bewusstseinsfeld der Erde sind die individuellen und familiären Felder mit denen anderer Menschen verbunden.
Das Bewusstseinsfeld der Erde – manche nennen es auch „globales Feld“ – ist wiederum eingebettet in das Feld unseres Sonnensystems. Und dieses ist eingebettet im Feld des Universums. Und so geht es die ganze Leiter hoch bis zu dem Punkt, wo der reine Glaube mit ins Spiel kommt. Denn nach unserer spirituellen Auffassung hat das alles ja irgendwo seinen Anfang. Es liegt also nahe, dass es einen Schöpfer von alldem gibt.
In diese Richtung gehen auch die Gedanken vieler Quantenphysiker, die sich schon etliche Dinge, die da im Universum passieren, nur noch so erklären können. Urknall hin oder her.

Wie entstehen unsere Muster?

Bleiben wir bei der Beispielklientin. Sie hat schon etliches gemacht, um Ballast abzuwerfen – im physischen Sinn. Sie erzählt mir, dass sie schon jede Diät kennt und dass sie am Anfang einer Diät stets hochmotiviert ist. Doch nach einer Weile würde sie in ihre alten Muster zurückfallen und meist sei sie nach dem missglückten Diätversuch um einiges schwerer als vorher. Und ja – früher sei sie schlank gewesen.
Es scheine so zu sein, als sei da jemand oder etwas stärker als sie und hole sie immer dann zurück, wenn sie den altvertrauten Pfad verlässt.
Hier können eine Menge systemischer Verflechtungen mitspielen. Einige Beispiele (oft sind auch mehrfache Verstrickungen vorhanden)

  • fehlende Nestwärme als Kind
  • Verlust von Eltern als Kind
  • Teilen müssen, obwohl für sie selber zuwenig da war
  • Armut und Mangel im Elternhaus
  • Anderer Menschen Lasten übernehmen
  • Mobbing in der Schule
  • Stress am Arbeitsplatz
  • Burnout
  • Einsamkeit
  • Beziehungsprobleme
  • Aus allen Ebenen eingeschlossene Emotionen

Solche Verflechtungen und Verstrickungen müssen in vielen Fällen erst gelöst werden. Denn die Gedanken, die daraus stets ins Bewusstseinsfeld gegeben werden – und das oft über Jahre und Jahrzehnte – haben so tiefe Spuren eingegraben, dass entsprechend in der Tiefe der Seele die Lösungsschlüssel verborgen sind.
Denn das, was heute wirksam und sichtbar ist, sind die Symptome von etwas, dessen Grundstein irgendwann in der Vergangenheit gelegt worden ist.

Hypnotische Zeitreisen – Software-Update für die Seele

Im Beispiel geht ums Abnehmen. Doch das Verfahren der hypnotischen Zeitreise, während der behutsam die einzelnen Verstrickungen gelöst werden, funktioniert sinngemäss für jedes andere Lebensthema.
In einer leichten Hypnose reisen wir Station um Station auf der Lebenslinie zurück. Immer wieder werden Situationen gefunden, die richtig weh tun.
Da, wo die entsprechende Situation auf der realen Zeitlinie stattgefunden hat, lässt sie sich nur schwer beeinflussen. Deshalb reisen wir aus den jeweiligen Situationen in eine höher gelegene Ebene, auf eine virtuelle Bühne. Dort ist alles möglich, weil unsere Gedanken ganz einfach frei sind. Auf dieser Ebene verändern sich die Dinge und mit einem einfachen Testverfahren wird abgefragt, ob die Situation geklärt und aufgelöst ist. Und so gehts immer weiter zurück…
Hier kannst Du mehr zu den Zeitreisen lesen.
Viele Menschen erleben Wirkung einer (oder mehrerer) Zeitreise das so, als hätten sich ihre Bremsklötze gelöst so dass sie endlich ihr eigenes Leben leben können.

Die Hardware – unsere Gewohnheiten

Bleiben wir beim Abnehmen und schauen uns mal die Ernährungsgewohnheiten vieler Menschen an. Manchmal ist der Alltag stressig und das Kochen mit frischen Lebensmitteln bleibt auf der Strecke. Oder der Business-Lunch besteht aus einem Sandwich und einer Tasse Kaffee. Oder einem Teller Pasta.

Manchmal ist der gute Wille da, alles zu verändern, doch die „Software“ streikt.
Oder jemand hat viel Sport getrieben und sich entsprechend ernährt. Dann wars aus mit Sport – doch die Ernährung ist geblieben.
Und bei vielen Menschen ist das Sättigungshormon „Leptin“ wegkohlehydratisiert, und es wird munter zugelangt.

Da solche Verhaltensweisen oft über Jahre gelebt werden, bildet sich auch da eine Informationsspur im Bewusstseinsfeld. Die Krux der Verschachtelung liegt darin, wenn „Hardware“ und „Software“ gegeneinander spielen.
Lösen wir nun die Knoten in der „Software“ und belassen die „Hardware“ so wie sie ist, wird kein Pfund mehr wegschmelzen.
Wird jedoch die reale Essensstrategie verändert – ohne sich selber zu kasteien – dann ist der Erfolg schnell sichtbar.
Einfach mal angenommen, die Seele ist bereit mitzumachen, sei es, weil wir die hindernden Verstrickungen gelöst haben oder sei es, dass wir das Abnehmen anpacken ohne dass Verstrickungen uns daran hindern, so müssen wir unserem Stoffwechsel das geben, womit er klar kommt.
Dazu ein einfaches Gedankenexperiment.
Fährst Du einen dieselbetrieben Wagen? Oder einen mit Benzinmotor?
Was denkst Du, geschieht, wenn Du an der Tankstelle Diesel in Deinen Benziner oder Benzin in Deinen Diesel kippst?
Richtig geraten – Dein Auto wird ganz einfach stehenbleiben weil es mit dem falschen Treibstoff nicht umgehen kann.
Und genau so passiert es mit Deinem Stoffwechsel. Gib ihm Dinge, mit denen er nicht klar kommt und er dankt es mit allerlei Funktionsstörungen wie Verdauungsbeschwerden, Übergewicht, Zuckerstoffwechselstörungen, Trägheit und anderem mehr.

Ich wähle immer gerne die ersten Stunden nach dem Mittagessen, wenn ich einen Hypnose-Kurzworkshop gebe. Denn die Kohlehydrate nehmen mir viel Arbeit bei einer Gruppentrance ab…

Um das alles ins Lot zu bringen, brauchst Du nur zu tun, was getan werden muss. Zum Beispiel herausfinden, was Dir bekommt und es dann konsequent umsetzen. So generierst Du ein neues Bewusstseinsfeld Deiner persönlichen Ernährung.
Hier bekommst Du ein paar Ernährungs-Tipps.

Experiment – eine neue Spur ins Bewusstseinsfeld zeichnen

Möglicherweise kennst Du die Tage, an denen Du weniger gut drauf bist als sonst. Achte an einem solchen Tag darauf, wo Du beim Gehen hinguckst.
Wissenschaftliche Experimente haben gezeigt, dass der grössere Teil der Menschen in „bedrückenden“ Situationen vor seine Füsse auf den Boden sieht.
Richte dich jetzt bewusst auf und schau geradeaus auf das, was da schon von weitem auf Dich zukommt.
Nimm wahr, was sich an Deiner Laune ändert. Denn auch das ist erwiesen: Wer den Kopf hebt, dem gehts besser.
Mach das wieder und wieder. Immer dann, wenn Du denkst, dass Du Dich schlechter fühlst. Und freu Dich darüber, dass die persönlichen „Schlechtwetter-Perioden“ immer seltener werden und dafür immer mehr die Sonne für Dich scheint.
Weil im Hintergrund Dein Unterbewusstsein eine Feld von Selbstvertrauen und Mut installiert. Ganz automatisch, weil Du den Kopf hebst.
Das gibt Dir sofort mehr Lebensfreude.

Print Friendly, PDF & Email

4 Kommentare zu “Bewusstseinsfelder hypnotisieren – geht das?”

  1. am 18. Oktober 2011 um 15:17 1.stefan schrieb …

    ein ganz toll geschriebener beitrag. sehr informativ auch für mich .
    LG Stefan @ Hypnose Wetzlar

  2. am 18. Oktober 2011 um 16:22 2.Ellen schrieb …

    hallo lieber Hanspeter,

    das ist ja mal wieder eine besonders gelungene dargestellte Ansicht von Dir, der ewig-gleichen-modernen Nöte zwischen Wunsch-Körper und Real-Körper, z.B. wenn der Wunsch-Körper schlank SEIN darf und der Real-Körper auf etwas reagiert, was ich denke, fühle, will … womöglich gleich noch aus den Genen von meinen Vorfahren, die womöglich Hunger litten oder wo es dies und das NICHT gab, sondern nur saisonbedingte Anbau-Ernten oder winter-konservierte Ernte.

    oder wo dies und das so etwas besonderes war, so kostbar … und heut kriegt man es so leicht im Supermarkt in diversen Variationen …

    oder wo es heute so viele Dinge gibt, die absolut ***NEU*** sind, verglichen mit den käuflich erwerbaren Produkten der letzten 150 Jahre … sonst musste man selber alles herstellen und Rezepte waren das ultimative Geheimnis für Glück und essbare Sinnesräusche …

    dafür, dass man dies und das kaufen kann, ist es halt auch konserviert, nicht frisch …

    Die Geschichte des Lebensmittelangebotes, und die des Einkommens, also wieviel und wie leicht kann ich mir was, wie, wo leisten … wie oft am Tag, bekomme ich welches Angebot … gehört vielleicht auch dazu.

    und auch die Kunst der Auswahl mit Lust, nicht mit Leid verbunden, was ich mir erwähle …

    auch ohne die Gastfreundschaft und uralte menschliche Rituale zu beachten … wer bietet mir wann in welchem Sinne etwas an …

    also ich rede gar nicht von Disziplin und Durchhalten …

    und auch nicht von Rangordnung: wer in welchem historischem oder heutigem Zusammenhang in Gruppen hat das Recht, eine neue Regel einzuführen … (z.B. dass Soya-Milch angeschafft wird als Auswahl. Darf jemand neue Essregeln einführen, indem er es einfach tut? Sprengt Ess-Verhalten eine Rangordnung, stören eigenwillige Ess-Verhalten die Gruppen-Hirarchie? Wann und wo war es geschichtlich möglich oder o.k. dass jemand in Punkto Mahlzeit-Sitten eine Extra-Wurscht forderte? (nur den Herrschern vorbehalten?) Geht es nur in der modernen Ego-Kultur, dass jeder allein in seiner Wohnung ißt, was er will? Hiess es früher, über das Essen-Bestimmen: Herrschen wollen?) und heute?

  3. am 18. Oktober 2011 um 17:08 3.Birgit van der Heiden schrieb …

    wirklich gut geschrieben!

  4. am 18. Oktober 2011 um 20:13 4.Herbert schrieb …

    Hallo Hans-Peter,

    wir kennen uns zwar (noch) nicht persönlich.

    Dein Beitrag ist einfach prima. Danke! Auch Dein Video (Bestellung ans Universum, hat was). Vor allem eine sympathische schwingende Stimme!
    Ich schaue und höre immer wieder gerne hier vorbei.

    Nun ja, vielleicht laufen wir uns ja irgendwann einmal über die Füsse? ?

    Gruß
    Herbert

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben